NVBNeutrale Versicherungsberatung

Für KMU, Gewerbe & Selbständige

Versicherungen für Ihr KMU – UVG, BVG, Taggeld & Betrieb

Als Arbeitgeber müssen Sie Ihre Mitarbeitenden gegen Unfall versichern und einer Pensionskasse anschliessen – und Lohnausfälle bei Krankheit können ein kleines Unternehmen schnell überfordern. Wir erklären verständlich, was wofür da ist, holen Offerten bei mehreren Versicherern ein und vergleichen sie neutral.

Teil 1

Personen- und Sozialversicherungen für Ihre Mitarbeitenden

Diese Versicherungen schützen Ihre Mitarbeitenden – und Sie als Arbeitgeber vor hohen Lohnfortzahlungen. Basis für die Prämie ist fast immer die AHV-Lohnsumme.

Obligatorisch

Unfallversicherung UVG

Bundesgesetz über die Unfallversicherung

Jeder Arbeitgeber in der Schweiz muss seine Mitarbeitenden gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichern. Wer mindestens 8 Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber arbeitet, ist zusätzlich gegen Nichtberufsunfälle (Freizeit) versichert.

  • Heilungskosten in der allgemeinen Abteilung, ohne Franchise und Selbstbehalt
  • Unfalltaggeld: 80 % des versicherten Lohns ab dem 3. Tag nach dem Unfall
  • Invaliden- und Hinterlassenenrenten sowie Integritätsentschädigung
  • Die Berufsunfall-Prämie zahlt der Arbeitgeber, die Nichtberufsunfall-Prämie darf vom Lohn abgezogen werden

Gut zu wissen: Viele Branchen (z. B. Bau, Industrie, Gewerbe mit Maschinen) sind von Gesetzes wegen bei der Suva versichert – dort ist der UVG-Versicherer nicht frei wählbar, die Zusatzversicherung aber schon. Selbständige sind nicht obligatorisch versichert und können sich freiwillig versichern.

Obligatorisch

Unfalltaggeld

Lohnersatz nach einem Unfall

Das Unfalltaggeld ist Teil der obligatorischen UVG-Versicherung. Es ersetzt den Lohn, solange eine Person nach einem Unfall ganz oder teilweise arbeitsunfähig ist.

  • Unfalltag und die zwei folgenden Tage: Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber (mindestens 80 %)
  • Ab dem 3. Tag: 80 % des versicherten Lohns durch den UVG-Versicherer
  • Versichert ist der Lohn bis zum gesetzlichen UVG-Höchstbetrag
  • Mit der UVG-Zusatzversicherung lässt sich das Taggeld auf bis zu 100 % erhöhen

Gut zu wissen: Für Inhaberinnen und Inhaber einer Einzelfirma gilt das UVG nicht automatisch. Ohne freiwillige UVG-Versicherung sind Unfälle nur über die Krankenkasse gedeckt – und dort gibt es kein Taggeld.

Freiwillig

UVG-Zusatzversicherung (UVG-Z)

Ergänzung zur obligatorischen Unfallversicherung

Die UVG-Zusatzversicherung schliesst die Lücken des Obligatoriums – besonders wichtig für Kader und gut verdienende Mitarbeitende sowie als attraktive Zusatzleistung für Ihr Personal.

  • Versicherung der Lohnanteile über dem UVG-Höchstbetrag
  • Taggeld bis 100 % statt 80 % des Lohns
  • Heilungskosten in der halbprivaten oder privaten Spitalabteilung
  • Höhere Leistungen bei Invalidität und Tod

Gut zu wissen: Die Zusatzversicherung können Sie bei einem anderen Versicherer abschliessen als die obligatorische UVG-Versicherung – auch bei Suva-Betrieben.

Obligatorisch

Berufliche Vorsorge BVG

2. Säule / Pensionskasse

Mitarbeitende, deren Jahreslohn über der gesetzlichen Eintrittsschwelle liegt, müssen Sie einer Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse oder Sammelstiftung) anschliessen. Die Beiträge teilen sich Arbeitgeber und Mitarbeitende – der Arbeitgeber trägt mindestens die Hälfte.

  • Risikoschutz bei Invalidität und Tod ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag
  • Sparen fürs Alter ab dem 1. Januar nach dem 24. Geburtstag
  • Wahl zwischen BVG-Minimum, umhüllender (überobligatorischer) Lösung und Kaderplänen
  • Vollversicherung (maximale Sicherheit) oder teilautonome Sammelstiftung (mehr Renditechancen)

Gut zu wissen: Wer keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen ist, wird der Auffangeinrichtung zugewiesen. Selbständige ohne Personal können sich freiwillig versichern – oft steuerlich interessant.

Dringend empfohlen

Krankentaggeld (KTG)

Lohnausfallversicherung bei Krankheit

Wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter krank, müssen Sie den Lohn nach Obligationenrecht (Art. 324a OR) eine beschränkte Zeit weiterzahlen. Eine kollektive Krankentaggeldversicherung übernimmt dieses Risiko und zahlt in der Regel 80 % des Lohns während rund zwei Jahren (720 oder 730 Tage).

  • Gesetzlich nicht obligatorisch – viele Gesamtarbeitsverträge (GAV) schreiben sie aber vor
  • Wartezeit wählbar (z. B. 14, 30, 60 oder 90 Tage): je länger, desto günstiger
  • Deckung 80 % oder 100 % des Lohns
  • Schützt Ihr KMU vor langen Lohnfortzahlungen bei längerer Krankheit

Gut zu wissen: Damit die Versicherung die gesetzliche Lohnfortzahlung ersetzt, muss sie gleichwertig sein – unter anderem trägt der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Prämie. Während der Wartezeit zahlen Sie den Lohn selbst.

Teil 2

Versicherungen für Ihren Betrieb

Haftpflicht, Inventar und IT: Diese Versicherungen schützen das Unternehmen selbst. Die meisten KMU fragen sie als Paket an – im Formular können Sie alles auf einmal auswählen.

Dringend empfohlen

Betriebshaftpflicht (BHPV)

Schäden, die Ihr Betrieb Dritten verursacht

Deckt Personen- und Sachschäden, die Sie oder Ihre Mitarbeitenden bei Kunden oder Dritten verursachen, und wehrt unberechtigte Forderungen ab.

  • Übliche Garantiesummen: CHF 3, 5 oder 10 Mio.
  • Wichtig: Arbeiten auf fremden Grundstücken, Export (v. a. USA/Kanada), reine Vermögensschäden
  • Die Prämie richtet sich nach Branche, Umsatz und Anzahl Mitarbeitenden

Gut zu wissen: Nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber oft von Auftraggebern, Vermietern oder Berufsverbänden verlangt.

Dringend empfohlen

Sach-, Inventar- und Betriebsunterbrechung

Einrichtung, Maschinen, Waren und Ertragsausfall

Versichert Ihr Inventar (Büroeinrichtung, IT, Werkzeuge, Maschinen, Warenlager) zum Neuwert gegen Feuer und Elementarschäden, Diebstahl, Wasser und Glasbruch. Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt den Ertragsausfall, wenn nach einem Sachschaden nicht gearbeitet werden kann.

  • Versicherungssumme zum Neuwert – sonst droht eine Unterversicherung
  • Haftzeit der Betriebsunterbrechung meist 12 oder 24 Monate
  • Alarmanlage, Sprinkler oder Tresor können die Prämie senken

Gut zu wissen: Das Gebäude selbst ist in den meisten Kantonen bei der kantonalen Gebäudeversicherung versichert. Mieten Sie die Räume, versichern Sie nur Ihr Inventar.

Freiwillig

Cyber-Versicherung

Hackerangriffe, Datenverlust, Erpressung

Übernimmt die Kosten nach einem Cyberangriff: Datenwiederherstellung, IT-Forensik, Betriebsunterbrechung, Krisenkommunikation und Ansprüche Dritter, z. B. nach einem Datenschutzverstoss.

  • Eigenschäden und Haftpflichtansprüche in einem Vertrag
  • 24h-Notfall-Hotline mit IT-Spezialisten je nach Anbieter
  • Die Versicherer fragen nach Ihren IT-Sicherheitsmassnahmen

Gut zu wissen: Ohne Grundschutz wie regelmässige Backups und Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) lehnen viele Versicherer ab oder kürzen die Leistung.

Tipp: Unterlagen hochladen statt tippen

Sie haben nicht alle Lohnsummen und Details im Kopf? Kein Problem. Laden Sie im Formular einfach Ihre Unterlagen hoch – das spart Ihnen den grössten Teil der Tipparbeit, und die Versicherer erhalten sofort verlässliche Zahlen für eine verbindliche Offerte.

  • Aktuelle Police(n) und letzte Prämienrechnung
  • Letzte Lohndeklaration (UVG/KTG) oder Lohnabrechnung
  • Personalliste mit Geburtsdatum und Jahreslohn (für BVG)
  • Erfolgsrechnung bzw. Jahresabschluss

Offertanfrage für Unternehmen

Ihre KMU-Anfrage

Wählen Sie die gewünschten Versicherungen aus – das Formular zeigt Ihnen nur die Fragen, die dafür nötig sind. Wir prüfen Ihre Angaben, holen Offerten bei mehreren Versicherern ein und melden uns persönlich bei Ihnen.

Felder mit * sind Pflichtfelder.

1

Welche Versicherungen möchten Sie anfragen?

Mehrfachauswahl möglich. Je nach Auswahl erscheinen die passenden Fragen.

2

Stammdaten des Unternehmens

Unternehmens-Identifikationsnummer, z. B. CHE-123.456.789 – zu finden auf uid.admin.ch oder zefix.ch.

Anzahl Mitarbeitende
3

Ansprechperson

Unterlagen hochladen (optional)

Laden Sie Ihre aktuelle Police, die letzte Lohndeklaration, eine Personalliste oder die Erfolgsrechnung hoch (PDF oder Foto) – so sparen Sie sich viel Tipparbeit und die Versicherer erhalten verlässliche Zahlen.